Zuchtkonzept

Ausschließlich die nachgewiesene Leistung, und zwar konkret die Leistung im Vielseitigkeitssport soll das züchterische Vorgehen bestimmen. Exterieurbewertungen spielen also genau wie in der Vollblutzucht keine Rolle für die Förderung durch Projekt Nurmi e.V. Durchgezüchtet (thorough bred) für die Königsdisziplin ist das geförderte Zuchtkonzept.
Die eingesetzten Zuchtstuten und –hengste haben sich vor ihrem Zuchteinsatz in geeigneten Prüfungen zu qualifizieren oder sind es durch ihre Nachzucht (interessant für ältere Zuchtstuten und Zuchthengste). Die Anpaarungsentscheidung zielt auf das Hochleistungspotential des Produktes für den VS-Sport. Der bevorzugte Blutmix liegt bei ¾ Vollblutanteil (vornehmlich xx, aber auch ox, x, A, AA) in den ersten drei Generationen beim Produkt.

Bedeutung für die züchtenden Mitglieder
Das Förderkonzept für die züchterische Arbeit baut auf dem oben genannten Zuchtkonzept auf. Der Züchter muss sich nur dann an das geförderte Zuchtkonzept halten, wenn er die Förderung seiner züchterischen Arbeit durch den Verein optimal nutzen will. Alle züchterischen Entscheidungen bleiben also die persönliche Entscheidung der züchtenden Vereinsmitglieder und können vom geförderten Zuchtkonzept des Vereines abweichen.

Abstimmung mit dem Trakehner Verband
Die Mitglieder von Projekt Nurmi e.V. züchten im Trakehner Verband, sie anerkennen in soweit alle Regeln und Entscheidungen des Verbandes. Die Trakehner Zuchtleitung ihrerseits akzeptiert, dass Exterieurbewertungen von Zuchthengsten, Zuchtstuten und Produkten für die Förderung durch Projekt Nurmi e.V. ohne Belang sind. Der Verband wird diese Pferde nach seinen Regeln einschätzen und gegebenenfalls prämieren. Prämierungen durch Projekt Nurmi e.V. werden in die Verbandsunterlagen des betroffenen Pferdes aufgenommen.