Hengstleistungsprüfung (HLP) und Zuchtwert (ZW) – Optimierungspotential

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    admin
    Super-Administrator

    Seit 2011 werden die zukünftigen Vererber nach der neu reformierten Hengstleistungsprüfung (HLP) beurteilt.

    Optimierungsmöglichkeiten für ganz elementare strukturelle Probleme gibt es nach wie vor:

    Einige Hengste wurden in den Prüfungsanstalten regelrecht kaputt geritten. Da Stationsreiterinnen und –reiter mehrere Junghengste täglich bis an ihre Belastungsgrenzen reiten, haben sie gar nicht die Möglichkeit, individuell auf die Persönlichkeit des Jungpferdes einzugehen – Quantität vor Qualität
    Zuchtwertfindung für benachteiligte Spezialrassen wie etwa Trakehner, Vollblüter, Araber und logischerweise auch deren Nachkommen. Der Zuchtwert ist ein Instrumentarium, das Zusatzinformationen liefert. Als undifferenzierter Selektionsmechanismus erscheint er jedoch nicht tauglich
    Die Gewichtungsfaktoren zur Berechnung der Endnoten werden von der FN immer wieder überarbeitet. Das Wie und Warum, die Erklärung, welche Auswirkungen das hat, bleibt offen
    Die statistische Sicherheit, oder besser die Unsicherheit, insbesondere in der Berechnung des Pedigree Zuchtwertes, liegt völlig im Dunkeln. Gemäss gut unterrichteten Quellen muss von einer 50% Sicherheit ausgegangen werden. Das ist also mehr Lotterie als zuverlässiges Informieren
    Die Zuchtwerte für z.B. Dressur aus dem 30-Tage-Test und der 70-Tage-HLP desselben Hengstes können beträchtlich variieren, weil diese Zahlen gar nicht verglichen werden dürfen, denn sie werden mit komplett unterschiedlichen Datensätzen gerechnet. Wie soll das der Züchter einordnen können?
    Der Leistungszuchtwert berücksichtigt Resultate welche allein in Deutschland erzielt werden. Der Trend heisst aber „global“: Welt- und Europameisterschaften, Olympische Spiele, Global Champions Tour, FEI Nationpreisturniere (CSIO) etc. werden in aller Welt ausgetragen und fliessen nicht in das Zuchtwertsystem ein
    Hengste in Deutschland, die immer mehr Nachkommen im Ausland haben (künstlicher Besamung sei Dank) sind überhaupt nicht repräsentativ vergleichbar
    Trotz dieser gravierenden Mängel spricht die FN von „erfolgreicher HLP“ und vom „zur Zeit modernsten Zuchtwertschätzmodell der Welt“.

    Was meinen SIE dazu?

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